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[Foto] Blatt im Wasser

Scheidung

Auf dem Flur der Kälte
stehen wir sprachlos und nervös.
Wir trennen, 
was wir zusammenfügten.
Wir trennen uns 
und unsere Leben endgültig.
Sprachlos und nervös, 
weil es nichts 
und alles zu sagen gäbe, 
weil uns so viel verbindet 
und jetzt
doch nichts zu sagen ist
und nichts mehr da ist, 
was der Situation gerecht werden könnte.

Da ist der Rest von Zuneigung und Nähe, 
der untergeht in der Angst, 
was Falsches zu sagen 
und der Situation nicht gerecht zu werden. 
Mein Leben mit Dir zieht an mir vorbei
und ich gucke Dich an 
und möchte Deine Gedanken lesen können.
Ein zarter Kuss, 
eine unsichere Umarmung, 
ist das das Letzte, was wir fühlen,
und was übrig bleibt 
und was wir miteinander haben?
Ich bin verletzt, 
ich bin wütend und traurig, 
aber ich liebe Dich -
leider auch in diesem Moment 
noch immer.